mein erstes Gemüsebeet von meine-ernte

Samstag, 23. Februar 2013

. . . . . . . . . . Video - Gartenglück auf dem Tempelhofer Feld . . . . . . . . . .


Auf dem Tempelhofer Feld laden die Gemeinschaftsgärten entlang der Oderstr. in Neukölln ein zu verweilen, zu schauen, kreativ zu werden, zu pflanzen und zu ernten.Die nächste Saison steht vor der Tür, hier schon mal ein Fernsehbeitrag, den das ZDF im Oktober 2012 ausgestrahlt hat und der hoffentlich noch lange in der Mediathek oder bei vavideo zu finden sein wird.
Bei einigen Smartphones und Tablets läuft das Video nicht, oft klappt es bei diesem link:
http://vavideo.de/video/102337/auf-der-suche-nach-dem-gartengluck.html

Freitag, 22. Februar 2013

1, 2, 3, fertig - tolle Samentütchen schnell selbstgemacht

Das Chaos hat ein Ende
Jedes Jahr das gleiche Chaos. Ich sammle die Samen meiner Tomaten-, Paprika-, Chilli-, Kürbis- und überhaupt aller Pflanzen und stehe immer vor dem Problem, wie am besten und gut sortiert lagern. Irgendwann geraten dann doch die Tomatensamen durcheinander und es ist immer eine Überraschung, welche Sorte ich denn nun ausgesät habe.
Einen tollen Hinweis, wie man Samentütchen selber bastelt habe ich bei linalunaswelt gefunden.
Ich habe es gleich ausprobiert, es geht ganz schnell und ist wirklich sehr einfach.
Eine Anleitung und die schönen Vorlagen gibt es bei justsomethingimade.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Aussaat auf der Fensterbank - Vorbereitungen

Aussaat auf der Fensterbank - Vorbereitungen
Schneetreiben, grauer Himmel, Minusgrade - und jetzt schon Vorbereitungen zum Aussäen treffen?
In der Tat, die Discounter bieten schon seit zwei Wochen wieder alle erdenklichen Gartenartikel an, ein Zeichen, dass es bald wieder so weit ist. Wer dieses Jahr seinen grünen Daumen testen möchte oder auch schon routinierter Gärtner ist, sollte die ersten Vorbereitungen treffen.


Material sammeln
Für die Aussaat sind keine speziellen Töpfe nötig. Recyclen lassen sich sehr gut
- Verpackungen aus Kunstoff, Becher und Schalen,
- Eierkartons,
- Toiletten- und Küchenrollen,
- Papier
  und, und, und

Wie viel aussäen
Abhängig davon, ob nur die Fensterbank, der Balkon, ein Platz im Gemeinschaftsgarten oder sogar ein Mietbeet zur Verfügung steht, sollte man entsprechend aussäen, nicht zu viel und nicht zu wenig :) .

Was aussäen
Wer nicht jedes Jahr neuen Samen kaufen möchte, sollte auf F1 Hybriden verzichten. Eine Vermehrung von Hybriden über Samen ist nicht möglich, da die besonderen Hybrid-Eigenschaften nur in der ersten Generation erhalten bleiben.
Empfehlenswert ist nach alten Sorten Ausschau zu halten. Diese sind oft sehr resistent gegen Krankheiten und sehr schmackhaft.
Bio-Saatgut wird nicht chemisch gebeizt, ein weiterer Vorteil. Die etwas höheren Kosten lohnen sich, denn man kann den Samen sammeln und hat so schon das Saatgut für die nächste Saison.
Oft werden alte Samen auch im Internet getauscht oder vor Ort auf verschiedenen Saattauschbörsen.

Wann wird ausgesät
Untenstehende Angaben sind Anhaltswerte. In Berlin, z. Bsp., wird es später warm als in Süddeutschland. Daher säe ich meistens 14 Tage später aus, damit die Pflanzen nicht zu lange in der Wohnung stehen.
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Februar
Paprika                 -    Mitte Februar bis April                       -  Töpfe im Warmen
Tomaten               -    Ende Februar bis April                      -  Töpfe im Warmen
März
Artischocken        -  März bis Anfang April                          -  Töpfe
Aubergine             -  März bis April                                       -  Töpfe
Gurken                  -  Ende März  bis April                            -  Töpfe 
Lauchzwiebeln     -  März bis Mai                                        -  Töpfe
Neuseeläander Spinat - März                                               -  Töpfe
Salat                       - Februar bis August                               -  Töpfe
Sellerie                  -  März bis Mai                                         -  Töpfe im Warmen
Stangensellerie   -  März bis Mai                                         -  Töpfe im Warmen
April
Kohl                      -  April bis Mai                                          -  Töpfe
Kürbis                   -  April bis Anfang Juni                           -  Töpfe
Lauch                    -  April bis Mai                                         -  Töpfe
Melonen               -  April bis Mai                                          -  Töpfe
Rotkohl                 -  April bis Mai                                          -  Töpfe
Zuchini                  -  April bis Mai                                          -  Töpfe
Mai
Aussaat ins Freiland
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Saat gut, alles gut:
www.dreschflegel-saatgut.de
www.bingenheimersaatgut.de
www.saveourseeds.org
www.arche-noah.at
www.prospecierara.ch

Buchtipp:
Handbuch Samengärtnerei - Herausgeber: ARCHE NOAH & Pro Specie Rara

Sonntag, 13. Januar 2013

Grüne Häuser, tropische Gärten

Ken Yeang, Green Tower, Chongqing, China © Ken Yeang

Grüne Häuser,
tropische Gärten

Ausstellung:  18.01. – 10.03.2013

ifa-Galerie Berlin
Linienstraße 139/140, 10115 Berlin

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag, 14 – 19 Uhr

Eintritt frei




Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) widmet sich in der Ausstellung Grüne Häuser, tropische Gärten  dem Thema nachhaltiger Architektur und Landschaftsplanung in Südost-Asien und stellt drei Architekten, Landschaftsplaner und Aktivisten aus Südostasien vor. Jeder von ihnen hat eine individuelle Antwort auf die Nachfrage nach zukunftsfähigen Bauten zwischen tropischem Regenwald und Metropolregion gefunden.

Vorgestellt werden der malaysische Star-Architekt Ken Yeang. Er gilt mit seinen Büros in Kuala Lumpur und London als Pionier der Öko-Architektur und Erfinder des bioklimatischen Wolkenkratzers, mit dessen Gestaltung er Standards für nachhaltiges Bauen entwickelte. Alternative Energiegewinnung ist dabei ebenso ein Thema wie Regenwasseraufbereitung, landwirtschaftliche Flächen zur Selbstversorgung und die Anlage von vertikalen grünen Korridoren.
Sein Landsmann Ng Seksan plant Gärten, Parks und öffentliche Räume, die fast unmerklich den Übergang von Garten zu naturbelassenen Bereichen inszenieren.
Die Gründer der Green School auf Bali arbeiten ausschließlich mit Naturmaterialien, vor allem mit Bambus, und entwickelten ein ganzheitliches Konzept: Das Lehrangebot der Grünen Schule ist auf den Einklang von Denken und Handeln mit der Natur ausgerichtet.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Ernst Wasmuth Verlag mit 144 Seiten und zahlreichen Abbildungen.
online bestellen
Ken Yeang
Ng Seksan
Green School
Die grünste Schule der Welt - Green School in Bali

Donnerstag, 10. Januar 2013

Stoppt das Bienensterben !

"Immer mehr Bienenvölker sterben. Geschwächt vom hohen Einsatz von Pestiziden und immer mehr Monokulturen in der Landwirtschaft sind sie Angriffen von Parasiten wie der Varroamilbe schutzlos ausgeliefert. Jetzt will die EU-Kommission Abhilfe schaffen: Subventionen sollen nur noch an Betriebe fließen, die mindestens sieben Prozent ihrer Ackerflächen ohne Pestizide und ökologisch vielfältig bewirtschaften - so entsteht Platz für artenreiche Wiesen, Weiden und Äcker.
Doch Agrarministerin Aigner blockiert die Pläne."

Auf https://www.campact.de/bienensterben/appell/teilnehmen/ kann man einen entsprechenden Apell an Frau Aigner unterzeichnen.

Desweiteren findet Samstag am 19.Januar eine Demo für eine faire und nachhaltigen Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik statt. - 11 Uhr: Auftakt Berlin Hbf/Washingtonplatz, 12 Uhr: Demonstration zum Kanzleramt
Demo „Wir haben es satt“ am 19. Januar in Berlin!

Forderungen der Imkerverbände zur EU-Agrarreform
Studie zu den Ursachen des Bienensterbens im Auftrag des EU-Parlamentes (2012)
Infos zur Agrarreform der EU
Kinofilm zum Thema Bienensterben: More than honey

Freitag, 21. Dezember 2012

Alles wird gut - Prinzessinnengarten darf voraussichtlich bleiben




Ein vorweihnachtliches Geschenk erhielt der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg am Moritzplatz.

Das Grundstück, auf dem sich der Prinzessinnengarten befindet gehört dem Liegenschaftsfond und dieser hatte den bestehenden Mietvertrag nicht verlängert. Das hätte das Aus für den Prinzessinnengarten im Oktober 2013 bedeutet.





In einer Petition machten sich über 30.000 Menschen für den Verbleib des weltweit bekannten Vorzeigeprojekts in Sachen urban farming am jetzigen Standort stark. Nun gab es letzte Woche die gute Nachricht, dass der Liegenschaftsfond das Grundstück am Moritzplatz dem Bezirk zurückgibt. Der Bezirksbürgermeister und die Bezirksverordnetenversammlung unterstützen die Forderung nach weiteren 5 Jahren für den Prinzessinnengarten.

"Es ist ein richtiges Berliner Wintermärchen, dass es gelungen ist den beiden Projekten eine Zukunft zu geben", freut sich Bezirksbürgermeister Franz Schulz. Herr Shaw von Prinzessinnen-Gärten sagt: "So hat der Garten eine Zukunft. Das ist ein Meilenstein für uns und hoffentlich richtungsweisend für einen anderen Umgang mit Liegenschaften in Berlin".

Marco Clausen ebenfalls von den Prinzessinnen-Gärten: "Der Moritzplatz ist ein verwunschener Ort, an dem ein weiteres Märchen wahr geworden ist. Aus einer Brache ist ein Garten erwachsen, und mit der Hilfe von vielen, vielen Menschen wurde diesem urbanen Garten eine Zukunft eröffnet, die beispielhaft sein könnte für einen nachhaltigen Umgang mit den Liegenschaften dieser Stadt."

(www.berlinonline.de)

100% sicher ist es allerdings erst, wenn Senat und Abgeordnetenhaus zustimmen.

Heute, 21. Dezember 16 Uhr, wird dieses Wintermärchen erstmal auf dem Gelände der Prinzessinnen-Gärten am Moritzplatz gefeiert.

http://prinzessinnengarten.net/

Samstag, 15. Dezember 2012

Die grünste Schule der Welt - Green School in Bali

Die diesjährige Klimakonferenz in Doha schlidderte knapp an einer totalen Katastrophe vorbei.
Einen eigenen Ansatz gegen die globale Erwärmung bietet die Green School in Bali.

Eigentlich wollte es John Hardy nach dem Verkauf seines Geschäftes etwas ruhiger angehen. Aber nachdem er von Al Gore einen Film über die globale Erderwärmung gesehen hatte, warf er diese Pläne über Bord und fasste den Entschluss, seinen Teil dazu beizutragen, um die Denkweise junger Menschen, und vielleicht dadurch der ganzen Gesellschaft,  zu Umweltproblemen zu ändern.

© Green School
Mit seiner Frau Cynthia eröffnete er 2008 die Green School in Bali, die in diesem Jahr  die Auszeichnung "Greenest School on Earth"  vom  U.S. Green Building Council erhielt.

Beim Bau dieser Schule und seinen zur Zeit 75 Gebäuden auf dem Campus wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Lokale und nachwachsende Materialien wurden bevorzugt. Bambus ist Hauptbestandteil, Alang-Alang-Stroh deckt die Dächer, die wenigen Wände bestehen aus gestampfter Erde, Vulkangestein und aus dem auf Bali traditionellen Lehmbau. Die offene Bauweise lässt natürliches Licht in die Gebäude, Klimaanlagen werden überflüssig. Solarzellen und Wasserkraft sorgen für Energie, in den Sanitären Anlagen stehen Kompost-Toiletten. Der Campus wurde als organisches Permakultur System entworfen. Als Teil der schulischen Aktivitäten bauen die Schüler organisches Gemüse, Früchte und auch Reis an, das in der Schulküche verwertet wird.



Die Schüler sollen kritisch, kreativ und umweltbewusst erzogen werden. Die Unterrichtsfächer sind breit gefächert: u. a. Englisch, Mathematik, Ökologie, Umwelt und Nachhaltigkeit, Globale Perspektiven, Kunst, Musik, organische Landwirtschaft. Ein Beispiel für nachhaltigen Unterricht: die Sechstklässler berechnen den jährlichen Footprint der Schule und pflanzen als Ausgleich entsprechend Bambus an.

John Hardy ist überzeugt, dass die Green School überall funktionieren kann und als Kopiervorlage dient - ein "Greenprint" für weitere Green Schools.

Montag, 19. November 2012

Urbane Imkerei - Podcast über Stadtbienen

Einen Podcast über Bienenhaltung in der Stadt, den Bau der Kästen, die Aufgaben des Stadtimkers, das Verhalten der Bienen beim Schwärmen, Krankheiten wie die Varoa-Milbe, die Bienen in verschiedenen Jahreszeiten, wesensgemäße Bienenhaltung, rechtliche Aspekte, Honig, Pollen und Gelée Royale gibt es auf Metronaut.de zu hören.


zum Hören, bitte anklicken
Wie immer, wenn es um ein so spannendes und faszinierendes Thema geht, wird der Podcast etwas länger. Diesesmal satte 2:15 Stunden. Wer selbst mit dem Gedanken spielt, Bienen zu halten, dem bietet diese Folge einen guten Einstieg in die Imkerei.

Studiogast Johannes, der in Berlin auf seinem Balkon Bienen hält, erklärt im folgenden Video, was die Aktion Balkonbienen will, wie die Balkonbeute aufgebaut ist und was die Nachbarn dazu sagen.


Infos:
http://www.balkonbienen.de/
http://de-de.facebook.com/balkonbienen
http://www.metronaut.de/2012/11/metrolaut-14-bienen-in-der-stadt/


Parasite Farm - Indoor-Kompost-/Pflanzsystem für den Urban Farmer


Jeder ambitionierte Gärtner hat ihn und jeder ambitionierte Urban Farmer hätte ihn gern - guten Kompost.

Die Parasite Farm macht es möglich und bietet darüber hinaus noch Pflanzkästen für den Gemüseanbau in den eigenen vier Wänden.







Entwickelt wurde dieses Indoor-Kompost-/Pflanzsystem von Charlotte Dieckmann und Nils Ferber im Rahmen des Seminars "Agriculture and the City" an der Hamburger Hochschule für bildende Künste. In einer küchentauglich modern designten Wurmkiste werden Kompostwürmer mit dem anfallendem Biomüll gefüttert.










Die Parasite Farm ist einfach an einen Küchentisch oder eine Arbeitsplatte anzubringen.








Die Abfälle können direkt vom Schneidebrett, welches als Abdeckung integriert ist, in den Kompostbehälter geschoben werden





und schon nach wenigen Wochen kann der Sickersaft als Flüssigdünger für Zimmer- und Nutzpflanzen verwendet werden.





Nach ca. drei Monaten  ist der Kompostierprozess vollständig in Gang gesetzt und das erste organische Material von den Kompostwürmern zu Wurmhumus verdaut worden. Der so entstandene Kompost kann nun verwendet werden.








Um den Anbau von Gemüse in der Wohnung möglich zu machen, gestalteten die Designstudenten Pflanzkästen, die man einfach in ein Billy Regal, dies gibt es ja fast in jedem Haushalt, einsetzen kann. Der Nährstoffkreislauf schließt sich, wenn das Gemüse geerntet wird und die Reste der Parasite Farm zugefügt und wieder kompostiert werden.







Die Resonanz auf die Parasite Farm ist groß und es gibt viele Anfragen, wo man dieses System kaufen kann.
Zur Zeit wird die Parasite Farm von Charlotte Dieckmann noch getestet und optimiert. Nach Abschluss des Studiums in ein bis zwei Jahren, so die Pläne, wird die Parasite Farm soweit entwickelt sein, dass sie zum Verkauf angeboten wird.
Fotos und Skizzen mit freundlicher Genehmigung von Charlotte Dieckmann

Ausführliche Infos: http://charlottedieckmann.de/parasite-farm/
                              http://nilsferber.de/kitchen-composter.html 

Donnerstag, 8. November 2012

meine ernte - ...und wieder ist eine Gartensaison vorbei

Die Saison
Wie im Fluge ist die Gartensaison auf dem Miet-Gemüsebeet von meine ernte vergangen.



Von Anfang Mai bis Ende Oktober wurde gepflanzt, gejätet, geerntet und genossen. Die Saison startete mit trockenen warmen Tagen, so dass viel gegossen werden musste. Darauf folgte eine lange Regenphase, die dann glücklicherweise von relativ schönem Sommerwetter abgelöst wurde.


Während der Trockenzeit fiel die meiste Arbeit an, da es einige Zeit braucht, bis das Beet -ca. 45qm- gegossen ist. Genügend Wasserstellen gibt es, ca. alle 20m ist ein Wasserhahn installiert, an dem sich auch ein Gartenschlauch anschließen lässt, da es allerdings Probleme mit dem Wasserdruck gab, konnte immer nur ein Wasserhahn gleichzeitig geöffnet werden, ansonsten rann nur ein dünner Wasserstrahl aus dem Hahn. Die Gärtner der hinteren Gemüsebeete klagten, dass bei ihnen fast kaum noch Wasser ankam. Dieses Problem wurde irgendwann behoben, kurz bevor es anfing wochenlang fast ohne Unterbrechung zu regnen.


Zu Beginn der Saison waren die Beete mit 21 verschiedenen Gemüsesorten bepflanzt. Neu waren in diesem Jahr Mairüben, Spitzkohl, Petersilienwurzel und Feuerbohnen. Ca. 4-6qm werden nicht bepflanzt. Hier kann jeder Gärtner seine Wunschgemüse, Kräuter oder Blumen anpflanzen. Ich habe es dieses Mal zu gut gemeint und viel zu dicht und zu viel gepflanzt.  Meine Pastinaken und Süßkartoffeln sind im Gemüsedschungel spurlos verschwunden, ich habe sie nicht mehr wieder gefunden. Na ja, wieder was dazu gelernt. Durchgesetzt haben sich Neuseeländer Spinat, Kürbis Trombetta di Albenga und Palmkohl, die sich  wunderbar entwickelten.


Abschied
Letzte Woche hieß es Abschied nehmen. Am 31. Oktober war für uns in Berlin-Rudow das Ende der diesjährigen Gartensaison. Die frühen Morgenstunden waren frostig, die letzten Salatblätter wurden geerntet, noch ein paar Rote Bete ausgebuddelt, alle Stangen und Stöcke vom Beet entfernt, das war's - für dieses Jahr. Nächstes Jahr geht es weiter und ich freue mich schon.

                                                                        31.10.2012  -  Ende der Gartensaison


Die Idee
Die Idee am Rande einer Großstadt interessierten Hobygärtnern eine Gemüsegarten zur Verfügung zu stellen, ist einfach großartig.


Ist man einmal in den Genuß gekommen, frisch geerntetes unbehandeltes Gemüse zu essen, stellt man fest, dass es unvergleichlich besser schmeckt als gekauftes, man kann garnicht genug davon bekommen und möchte auch garnichts anderes.

Und dann im nächsten Jahr, ist man im Frühjahr glücklich wieder auf den Acker zu fahren und das eigene Gemüse zu ernten und zu verspeisen.


Die Anmeldesaison für nächstes Jahr ist gestartet und wer Interesse an einem Mietgarten hat, sollte sich beeilen, da die Nachfrage sehr hoch ist. Bei uns in Berlin-Rudow wird auf Grund dessen die Zahl der Gemüsebeete verdoppelt.

In Berlin gibt es mehrere Anbieter mit Mietbeeten in verschiedenen Stadtteilen. Eine Aufstellung, mit dem jeweiligen Angeboten findet sich hier: Rent a Beet - Gemüse satt in der Stadt

Einige Infos und kritische Anmerkungen zu den meine ernte Beeten in Berlin-Rudow hier und hier

Samstag, 13. Oktober 2012

stadtacker.net - Wissenssammlung und Plattform für Urbane Landwirtschaft


Vor drei Tagen war es soweit: eine großartige Idee war reif für den ersten online Auftritt.

Gemeinsam mit GärtnerInnen und ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis wurde in den letzten elf Monaten eine Online-Wissenssammlung und interaktive Plattform für alle Themen rund um die urbane Landwirtschaft und Gärten in der Stadt entwickelt.


Schon heute befinden sich auf stadtacker.net in einer übersichtlichen Struktur interessante Informationen zu 270 Gärten und Feldern in Städten aus ganz Deutschland. So gibt es z.B. eine Karte in der Standorte von urban farming Projekten eingezeichnet sind, es gibt Listen zu Initiativen, komunalen Konzepten, Ansprechpersonen, Fachleuten, Einrichtungen, Tipps, ebenso zu Forschungsprojekten, Fachleuten, Institutionen und Qualifikationen, weiterhin zu Fachliteratur.  


QR Code Stadtacker.net


Stadtacker.net lebt von der Beteiligung aller Aktiven und Unterstützer der urbanen Landwirtschaft. Alle haben die Möglichkeit, sich selbst zu beteiligen, eigene Gartenprofile einzustellen, Veranstaltungen und Workshops anzukündigen, die in einem Kalender angezeigt werden, und Wissen rund um die Landwirtschaft in der Stadt mit anderen zu teilen. Ein schwarzes Brett dient für Angebote und Suchanfragen.





http://stadtacker-wissen.ext.zalf.de/SitePages/Homepage.aspx

Dienstag, 9. Oktober 2012

Vertical Farming im britischen Zoo in Paignton

Jedes Jahr das gleiche Problem im Zoo. Viele hungrige Tiere, die mit frischer und gesunder Nahrung versorgt werden wollen. Besonders im Winter ist dies sehr kostenintensiv.
Im britischem Zoo in Paignton fasste man den Entschluss, das Futter dort anzubauen, wo es gebraucht wird, direkt auf dem Zoogelände. Der Platz dort war knapp, also entschied man sich für ein Treibhaus, in dem die Futterpflanzen vertikal angebaut werden. 


Es ist das erste in Europa und seit drei Jahren in Betrieb. Im Sommer wird bis zu 100kg Salat im Monat geerntet. Die Salatmischung kommt noch am selben Tag zu den Tieren, so  bleiben alle Vitamine erhalten.
Ständig wird etwas verbessert.
Wichtig für den Betreiber sind Umweltaspekte: das Treibhaus nutzt Erdwärme und Sonnenenergie. Der Anbau des Futters im vertikalen Gewächshaus verursacht nur 1/10 des CO² Ausstoßes eines herkömmlichen Gewächshauses.   Bewässert werden die Pflanzen mit Regenwasser, das unterirdisch gesammelt wird.


Montag, 8. Oktober 2012

Filmtipp: MORE THAN HONEY

MORE THAN HONEY
Kinostart: 08.11.2012
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Der Physiker Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus.“ 
Im Dokumentarfilm MORE THAN HONEY geht der Schweizer Regisseur und Enkel einer Imkerfamilie Markus Imhoof  dem rätselhaften Bienensterben auf den Grund. Mit ungeahnter Präzision macht er das Leben der Biene sichtbar und porträtiert diejenigen, die am meisten davon profitieren: die Menschen. Während ein Schweizer Bergimker das Bienensterben mit Traditionstreue abzuwehren versucht, ist die Apokalypse in China schon längst Realität. Imhoof trifft hier auf das Geschäft mit den Pollen. Er spricht mit einem quer durch die USA ziehenden Bienenchauffeur und mit Königinnenzüchtern, die ihre lebendige Ware per Post in die ganze Welt verschicken. Imhoofs tief beeindruckende Bestandsaufnahme des Bienenlebens verdichtet sich zu einer traurigen Diagnose unserer Zeit, in der Naturprodukte massenhaft verfügbar sein müssen. Die Biene steht im Zentrum dieses Widerspruchs, denn keinem anderen Tier wird heute so rigoros beides abverlangt: Quantität und Qualität. Markus Imhoof spürt den Bedeutungen nach, die die Biene seit ewigen Zeiten für den Menschen verkörpert und wagt einen schrecklich schönen Blick in den Abgrund, der eine Welt ohne Bienen zweifellos wäre.

Weitere Clips zu "More than Honey":


Die Geburt einer Königin


Im Bienenstock


Der Jungfrauenflug der Königin

Dokumentarfilm:
Regie: Markus Imhoof - Drehbuch: Markus Imhoof
Musik: Peter Scherer
Filmproduktion: Deutschland / Schweiz / Österreich, 2012
Kinostart: 08. November 2012
More Than Honey: http://www.morethanhoney.senator.de/

ARD Mediathek: Urban Gardening in Tempelhof

hier geht es zum Fernsehbeitrag


Urban Gardening auf dem Tempelhofer Feld - die Gartenfläche hat rund um den Globus in kurzer Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und kaum einer kann sich der Faszination entziehen, die beim Betrachten der kreativ gestalteten Hochbeete entsteht.

So lief auch mal wieder in der ARD ein Fernsehbeitrag über die Tempelhofer Gärtner, zu sehen jetzt in der ARD Mediathek






weitere Informationen 

Montag, 3. September 2012

Fernsehtipp: Wie billig kann BIO sein?

Wie billig kann Bio sein? - Öko-Check im Supermarkt

Bio boomt - 6,6 Mrd. Euro gaben die Deutschen 2011 für Bio-Lebensmittel aus - und die Umsätze steigen weiter. Denn auch Supermärkte und Discounter haben das Geschäft längst für sich entdeckt und bieten inzwischen viele billige Bio-Produkte an. Billigangebote, die ihren Preis haben - das belegen Recherchen des ARD-Magazins "Fakt".

Beispiel Bio-Eier: Bei einem Blick hinter die Kulissen entdecken die Reporter Produktionsbedingungen wie im konventionellen Bereich. Massentierhaltung nur eben mit Öko-Siegel. Bedingungen, die der Verbraucher so nicht erwartet und die seinem Bio-Verständnis widersprechen. "Fakt"-Reporter recherchieren die Hintergründe der billigen Bio-Lebensmittel. Wie werden Bio-Fleisch, -Obst und -Gemüse produziert? Wir stoßen auf nicht artgerechte Tierhaltung, die Vernichtung von deutschen Bio-Lebensmitteln aufgrund von Billigimporten und qualitativ schlechte Nahrungsmittel. Und alles firmiert unter dem Label "Bio". (ARD, Info)

Sendetermin: Das Erste
Heute | 21:45 - 22:15 (30 Min.)

Nachtrag:
Die Dokumentation gibt es jetzt auch bei youtube: