mein erstes Gemüsebeet von meine-ernte

Freitag, 21. Dezember 2012

Alles wird gut - Prinzessinnengarten darf voraussichtlich bleiben




Ein vorweihnachtliches Geschenk erhielt der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg am Moritzplatz.

Das Grundstück, auf dem sich der Prinzessinnengarten befindet gehört dem Liegenschaftsfond und dieser hatte den bestehenden Mietvertrag nicht verlängert. Das hätte das Aus für den Prinzessinnengarten im Oktober 2013 bedeutet.





In einer Petition machten sich über 30.000 Menschen für den Verbleib des weltweit bekannten Vorzeigeprojekts in Sachen urban farming am jetzigen Standort stark. Nun gab es letzte Woche die gute Nachricht, dass der Liegenschaftsfond das Grundstück am Moritzplatz dem Bezirk zurückgibt. Der Bezirksbürgermeister und die Bezirksverordnetenversammlung unterstützen die Forderung nach weiteren 5 Jahren für den Prinzessinnengarten.

"Es ist ein richtiges Berliner Wintermärchen, dass es gelungen ist den beiden Projekten eine Zukunft zu geben", freut sich Bezirksbürgermeister Franz Schulz. Herr Shaw von Prinzessinnen-Gärten sagt: "So hat der Garten eine Zukunft. Das ist ein Meilenstein für uns und hoffentlich richtungsweisend für einen anderen Umgang mit Liegenschaften in Berlin".

Marco Clausen ebenfalls von den Prinzessinnen-Gärten: "Der Moritzplatz ist ein verwunschener Ort, an dem ein weiteres Märchen wahr geworden ist. Aus einer Brache ist ein Garten erwachsen, und mit der Hilfe von vielen, vielen Menschen wurde diesem urbanen Garten eine Zukunft eröffnet, die beispielhaft sein könnte für einen nachhaltigen Umgang mit den Liegenschaften dieser Stadt."

(www.berlinonline.de)

100% sicher ist es allerdings erst, wenn Senat und Abgeordnetenhaus zustimmen.

Heute, 21. Dezember 16 Uhr, wird dieses Wintermärchen erstmal auf dem Gelände der Prinzessinnen-Gärten am Moritzplatz gefeiert.

http://prinzessinnengarten.net/

Samstag, 15. Dezember 2012

Die grünste Schule der Welt - Green School in Bali

Die diesjährige Klimakonferenz in Doha schlidderte knapp an einer totalen Katastrophe vorbei.
Einen eigenen Ansatz gegen die globale Erwärmung bietet die Green School in Bali.

Eigentlich wollte es John Hardy nach dem Verkauf seines Geschäftes etwas ruhiger angehen. Aber nachdem er von Al Gore einen Film über die globale Erderwärmung gesehen hatte, warf er diese Pläne über Bord und fasste den Entschluss, seinen Teil dazu beizutragen, um die Denkweise junger Menschen, und vielleicht dadurch der ganzen Gesellschaft,  zu Umweltproblemen zu ändern.

© Green School
Mit seiner Frau Cynthia eröffnete er 2008 die Green School in Bali, die in diesem Jahr  die Auszeichnung "Greenest School on Earth"  vom  U.S. Green Building Council erhielt.

Beim Bau dieser Schule und seinen zur Zeit 75 Gebäuden auf dem Campus wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Lokale und nachwachsende Materialien wurden bevorzugt. Bambus ist Hauptbestandteil, Alang-Alang-Stroh deckt die Dächer, die wenigen Wände bestehen aus gestampfter Erde, Vulkangestein und aus dem auf Bali traditionellen Lehmbau. Die offene Bauweise lässt natürliches Licht in die Gebäude, Klimaanlagen werden überflüssig. Solarzellen und Wasserkraft sorgen für Energie, in den Sanitären Anlagen stehen Kompost-Toiletten. Der Campus wurde als organisches Permakultur System entworfen. Als Teil der schulischen Aktivitäten bauen die Schüler organisches Gemüse, Früchte und auch Reis an, das in der Schulküche verwertet wird.



Die Schüler sollen kritisch, kreativ und umweltbewusst erzogen werden. Die Unterrichtsfächer sind breit gefächert: u. a. Englisch, Mathematik, Ökologie, Umwelt und Nachhaltigkeit, Globale Perspektiven, Kunst, Musik, organische Landwirtschaft. Ein Beispiel für nachhaltigen Unterricht: die Sechstklässler berechnen den jährlichen Footprint der Schule und pflanzen als Ausgleich entsprechend Bambus an.

John Hardy ist überzeugt, dass die Green School überall funktionieren kann und als Kopiervorlage dient - ein "Greenprint" für weitere Green Schools.

Montag, 19. November 2012

Urbane Imkerei - Podcast über Stadtbienen

Einen Podcast über Bienenhaltung in der Stadt, den Bau der Kästen, die Aufgaben des Stadtimkers, das Verhalten der Bienen beim Schwärmen, Krankheiten wie die Varoa-Milbe, die Bienen in verschiedenen Jahreszeiten, wesensgemäße Bienenhaltung, rechtliche Aspekte, Honig, Pollen und Gelée Royale gibt es auf Metronaut.de zu hören.


zum Hören, bitte anklicken
Wie immer, wenn es um ein so spannendes und faszinierendes Thema geht, wird der Podcast etwas länger. Diesesmal satte 2:15 Stunden. Wer selbst mit dem Gedanken spielt, Bienen zu halten, dem bietet diese Folge einen guten Einstieg in die Imkerei.

Studiogast Johannes, der in Berlin auf seinem Balkon Bienen hält, erklärt im folgenden Video, was die Aktion Balkonbienen will, wie die Balkonbeute aufgebaut ist und was die Nachbarn dazu sagen.


Infos:
http://www.balkonbienen.de/
http://de-de.facebook.com/balkonbienen
http://www.metronaut.de/2012/11/metrolaut-14-bienen-in-der-stadt/


Parasite Farm - Indoor-Kompost-/Pflanzsystem für den Urban Farmer


Jeder ambitionierte Gärtner hat ihn und jeder ambitionierte Urban Farmer hätte ihn gern - guten Kompost.

Die Parasite Farm macht es möglich und bietet darüber hinaus noch Pflanzkästen für den Gemüseanbau in den eigenen vier Wänden.







Entwickelt wurde dieses Indoor-Kompost-/Pflanzsystem von Charlotte Dieckmann und Nils Ferber im Rahmen des Seminars "Agriculture and the City" an der Hamburger Hochschule für bildende Künste. In einer küchentauglich modern designten Wurmkiste werden Kompostwürmer mit dem anfallendem Biomüll gefüttert.










Die Parasite Farm ist einfach an einen Küchentisch oder eine Arbeitsplatte anzubringen.








Die Abfälle können direkt vom Schneidebrett, welches als Abdeckung integriert ist, in den Kompostbehälter geschoben werden





und schon nach wenigen Wochen kann der Sickersaft als Flüssigdünger für Zimmer- und Nutzpflanzen verwendet werden.





Nach ca. drei Monaten  ist der Kompostierprozess vollständig in Gang gesetzt und das erste organische Material von den Kompostwürmern zu Wurmhumus verdaut worden. Der so entstandene Kompost kann nun verwendet werden.








Um den Anbau von Gemüse in der Wohnung möglich zu machen, gestalteten die Designstudenten Pflanzkästen, die man einfach in ein Billy Regal, dies gibt es ja fast in jedem Haushalt, einsetzen kann. Der Nährstoffkreislauf schließt sich, wenn das Gemüse geerntet wird und die Reste der Parasite Farm zugefügt und wieder kompostiert werden.







Die Resonanz auf die Parasite Farm ist groß und es gibt viele Anfragen, wo man dieses System kaufen kann.
Zur Zeit wird die Parasite Farm von Charlotte Dieckmann noch getestet und optimiert. Nach Abschluss des Studiums in ein bis zwei Jahren, so die Pläne, wird die Parasite Farm soweit entwickelt sein, dass sie zum Verkauf angeboten wird.
Fotos und Skizzen mit freundlicher Genehmigung von Charlotte Dieckmann

Ausführliche Infos: http://charlottedieckmann.de/parasite-farm/
                              http://nilsferber.de/kitchen-composter.html 

Donnerstag, 8. November 2012

meine ernte - ...und wieder ist eine Gartensaison vorbei

Die Saison
Wie im Fluge ist die Gartensaison auf dem Miet-Gemüsebeet von meine ernte vergangen.



Von Anfang Mai bis Ende Oktober wurde gepflanzt, gejätet, geerntet und genossen. Die Saison startete mit trockenen warmen Tagen, so dass viel gegossen werden musste. Darauf folgte eine lange Regenphase, die dann glücklicherweise von relativ schönem Sommerwetter abgelöst wurde.


Während der Trockenzeit fiel die meiste Arbeit an, da es einige Zeit braucht, bis das Beet -ca. 45qm- gegossen ist. Genügend Wasserstellen gibt es, ca. alle 20m ist ein Wasserhahn installiert, an dem sich auch ein Gartenschlauch anschließen lässt, da es allerdings Probleme mit dem Wasserdruck gab, konnte immer nur ein Wasserhahn gleichzeitig geöffnet werden, ansonsten rann nur ein dünner Wasserstrahl aus dem Hahn. Die Gärtner der hinteren Gemüsebeete klagten, dass bei ihnen fast kaum noch Wasser ankam. Dieses Problem wurde irgendwann behoben, kurz bevor es anfing wochenlang fast ohne Unterbrechung zu regnen.


Zu Beginn der Saison waren die Beete mit 21 verschiedenen Gemüsesorten bepflanzt. Neu waren in diesem Jahr Mairüben, Spitzkohl, Petersilienwurzel und Feuerbohnen. Ca. 4-6qm werden nicht bepflanzt. Hier kann jeder Gärtner seine Wunschgemüse, Kräuter oder Blumen anpflanzen. Ich habe es dieses Mal zu gut gemeint und viel zu dicht und zu viel gepflanzt.  Meine Pastinaken und Süßkartoffeln sind im Gemüsedschungel spurlos verschwunden, ich habe sie nicht mehr wieder gefunden. Na ja, wieder was dazu gelernt. Durchgesetzt haben sich Neuseeländer Spinat, Kürbis Trombetta di Albenga und Palmkohl, die sich  wunderbar entwickelten.


Abschied
Letzte Woche hieß es Abschied nehmen. Am 31. Oktober war für uns in Berlin-Rudow das Ende der diesjährigen Gartensaison. Die frühen Morgenstunden waren frostig, die letzten Salatblätter wurden geerntet, noch ein paar Rote Bete ausgebuddelt, alle Stangen und Stöcke vom Beet entfernt, das war's - für dieses Jahr. Nächstes Jahr geht es weiter und ich freue mich schon.

                                                                        31.10.2012  -  Ende der Gartensaison


Die Idee
Die Idee am Rande einer Großstadt interessierten Hobygärtnern eine Gemüsegarten zur Verfügung zu stellen, ist einfach großartig.


Ist man einmal in den Genuß gekommen, frisch geerntetes unbehandeltes Gemüse zu essen, stellt man fest, dass es unvergleichlich besser schmeckt als gekauftes, man kann garnicht genug davon bekommen und möchte auch garnichts anderes.

Und dann im nächsten Jahr, ist man im Frühjahr glücklich wieder auf den Acker zu fahren und das eigene Gemüse zu ernten und zu verspeisen.


Die Anmeldesaison für nächstes Jahr ist gestartet und wer Interesse an einem Mietgarten hat, sollte sich beeilen, da die Nachfrage sehr hoch ist. Bei uns in Berlin-Rudow wird auf Grund dessen die Zahl der Gemüsebeete verdoppelt.

In Berlin gibt es mehrere Anbieter mit Mietbeeten in verschiedenen Stadtteilen. Eine Aufstellung, mit dem jeweiligen Angeboten findet sich hier: Rent a Beet - Gemüse satt in der Stadt

Einige Infos und kritische Anmerkungen zu den meine ernte Beeten in Berlin-Rudow hier und hier

Samstag, 13. Oktober 2012

stadtacker.net - Wissenssammlung und Plattform für Urbane Landwirtschaft


Vor drei Tagen war es soweit: eine großartige Idee war reif für den ersten online Auftritt.

Gemeinsam mit GärtnerInnen und ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis wurde in den letzten elf Monaten eine Online-Wissenssammlung und interaktive Plattform für alle Themen rund um die urbane Landwirtschaft und Gärten in der Stadt entwickelt.


Schon heute befinden sich auf stadtacker.net in einer übersichtlichen Struktur interessante Informationen zu 270 Gärten und Feldern in Städten aus ganz Deutschland. So gibt es z.B. eine Karte in der Standorte von urban farming Projekten eingezeichnet sind, es gibt Listen zu Initiativen, komunalen Konzepten, Ansprechpersonen, Fachleuten, Einrichtungen, Tipps, ebenso zu Forschungsprojekten, Fachleuten, Institutionen und Qualifikationen, weiterhin zu Fachliteratur.  


QR Code Stadtacker.net


Stadtacker.net lebt von der Beteiligung aller Aktiven und Unterstützer der urbanen Landwirtschaft. Alle haben die Möglichkeit, sich selbst zu beteiligen, eigene Gartenprofile einzustellen, Veranstaltungen und Workshops anzukündigen, die in einem Kalender angezeigt werden, und Wissen rund um die Landwirtschaft in der Stadt mit anderen zu teilen. Ein schwarzes Brett dient für Angebote und Suchanfragen.





http://stadtacker-wissen.ext.zalf.de/SitePages/Homepage.aspx

Dienstag, 9. Oktober 2012

Vertical Farming im britischen Zoo in Paignton

Jedes Jahr das gleiche Problem im Zoo. Viele hungrige Tiere, die mit frischer und gesunder Nahrung versorgt werden wollen. Besonders im Winter ist dies sehr kostenintensiv.
Im britischem Zoo in Paignton fasste man den Entschluss, das Futter dort anzubauen, wo es gebraucht wird, direkt auf dem Zoogelände. Der Platz dort war knapp, also entschied man sich für ein Treibhaus, in dem die Futterpflanzen vertikal angebaut werden. 


Es ist das erste in Europa und seit drei Jahren in Betrieb. Im Sommer wird bis zu 100kg Salat im Monat geerntet. Die Salatmischung kommt noch am selben Tag zu den Tieren, so  bleiben alle Vitamine erhalten.
Ständig wird etwas verbessert.
Wichtig für den Betreiber sind Umweltaspekte: das Treibhaus nutzt Erdwärme und Sonnenenergie. Der Anbau des Futters im vertikalen Gewächshaus verursacht nur 1/10 des CO² Ausstoßes eines herkömmlichen Gewächshauses.   Bewässert werden die Pflanzen mit Regenwasser, das unterirdisch gesammelt wird.


Montag, 8. Oktober 2012

Filmtipp: MORE THAN HONEY

MORE THAN HONEY
Kinostart: 08.11.2012
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Der Physiker Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus.“ 
Im Dokumentarfilm MORE THAN HONEY geht der Schweizer Regisseur und Enkel einer Imkerfamilie Markus Imhoof  dem rätselhaften Bienensterben auf den Grund. Mit ungeahnter Präzision macht er das Leben der Biene sichtbar und porträtiert diejenigen, die am meisten davon profitieren: die Menschen. Während ein Schweizer Bergimker das Bienensterben mit Traditionstreue abzuwehren versucht, ist die Apokalypse in China schon längst Realität. Imhoof trifft hier auf das Geschäft mit den Pollen. Er spricht mit einem quer durch die USA ziehenden Bienenchauffeur und mit Königinnenzüchtern, die ihre lebendige Ware per Post in die ganze Welt verschicken. Imhoofs tief beeindruckende Bestandsaufnahme des Bienenlebens verdichtet sich zu einer traurigen Diagnose unserer Zeit, in der Naturprodukte massenhaft verfügbar sein müssen. Die Biene steht im Zentrum dieses Widerspruchs, denn keinem anderen Tier wird heute so rigoros beides abverlangt: Quantität und Qualität. Markus Imhoof spürt den Bedeutungen nach, die die Biene seit ewigen Zeiten für den Menschen verkörpert und wagt einen schrecklich schönen Blick in den Abgrund, der eine Welt ohne Bienen zweifellos wäre.

Weitere Clips zu "More than Honey":


Die Geburt einer Königin


Im Bienenstock


Der Jungfrauenflug der Königin

Dokumentarfilm:
Regie: Markus Imhoof - Drehbuch: Markus Imhoof
Musik: Peter Scherer
Filmproduktion: Deutschland / Schweiz / Österreich, 2012
Kinostart: 08. November 2012
More Than Honey: http://www.morethanhoney.senator.de/

ARD Mediathek: Urban Gardening in Tempelhof

hier geht es zum Fernsehbeitrag


Urban Gardening auf dem Tempelhofer Feld - die Gartenfläche hat rund um den Globus in kurzer Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und kaum einer kann sich der Faszination entziehen, die beim Betrachten der kreativ gestalteten Hochbeete entsteht.

So lief auch mal wieder in der ARD ein Fernsehbeitrag über die Tempelhofer Gärtner, zu sehen jetzt in der ARD Mediathek






weitere Informationen 

Montag, 3. September 2012

Fernsehtipp: Wie billig kann BIO sein?

Wie billig kann Bio sein? - Öko-Check im Supermarkt

Bio boomt - 6,6 Mrd. Euro gaben die Deutschen 2011 für Bio-Lebensmittel aus - und die Umsätze steigen weiter. Denn auch Supermärkte und Discounter haben das Geschäft längst für sich entdeckt und bieten inzwischen viele billige Bio-Produkte an. Billigangebote, die ihren Preis haben - das belegen Recherchen des ARD-Magazins "Fakt".

Beispiel Bio-Eier: Bei einem Blick hinter die Kulissen entdecken die Reporter Produktionsbedingungen wie im konventionellen Bereich. Massentierhaltung nur eben mit Öko-Siegel. Bedingungen, die der Verbraucher so nicht erwartet und die seinem Bio-Verständnis widersprechen. "Fakt"-Reporter recherchieren die Hintergründe der billigen Bio-Lebensmittel. Wie werden Bio-Fleisch, -Obst und -Gemüse produziert? Wir stoßen auf nicht artgerechte Tierhaltung, die Vernichtung von deutschen Bio-Lebensmitteln aufgrund von Billigimporten und qualitativ schlechte Nahrungsmittel. Und alles firmiert unter dem Label "Bio". (ARD, Info)

Sendetermin: Das Erste
Heute | 21:45 - 22:15 (30 Min.)

Nachtrag:
Die Dokumentation gibt es jetzt auch bei youtube:

Freitag, 31. August 2012

HUNGRY CITY. Landwirtschaft und Essen in der zeitgenössischen Kunst



HUNGRY CITY.
Landwirtschaft und Essen in der zeitgenössischen Kunst

Ausstellung: 01.09 - 28.10.2012, Kunstraum Kreuzberg / Bethanien

Öffnungszeiten: täglich 12 bis 19 Uhr

Eintritt frei




Die internationale Gruppenausstellung „Hungry City“ versammelt 19 künstlerische Positionen, die Landwirtschaft thematisieren und auf unterschiedliche Aspekte von Nahrungsmittelproduktion und -versorgung eingehen. Aktuelle Werke werden ergänzt durch Arbeiten namhafter KünstlerInnen der 1960er bis 1980er Jahre, die darlegen, dass das Thema in der Kunst bereits in vergangenen Jahrzehnten virulent war. Neue Kunstgattungen wie die Rural Art und Projekte urbaner Landwirtschaft verdeutlichen die Brisanz der Thematik und verweisen auf Veränderungen in stereotypen Zuschreibungen von städtischem und ländlichem Raum.
Mit Installationen, Videos, Zeichnungen und Fotografien bietet die Ausstellung, erstmals in Deutschland,
einen Überblick über landwirtschaftliche Aspekte in der zeitgenössischen Kunst von 1960 bis heute. 

Das Begleitprogramm zur Ausstellung widmet sich besonders der Verbindung zwischen Stadt, Land und
Essen. Von einem städtischen Kulturort aus wird mit Vorträgen, Spaziergängen, Exkursionen, Gesprächen
und Angeboten der kulinarischen und kulturellen Bildung der Blick und Weg ins nahe und ferne Umland
gefunden werden.

Kunstraum Kreuzberg / Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Mittwoch, 29. August 2012

Aktuelles zum Thema Bienensterben

Die Honigbiene - sie ist seit Jahren in Europa bedroht. Immer wieder berichten Imker vom dramatischen Bienensterben. Eine neue Studie aus Frankreich belegt nun, Pestizide sollen schuld daran sein. Französische Behörden reagieren, deutsche hingegen sehen keinen Handlungsbedarf.

Die Imker beklagen, bei Kühen würde man ein Sterben in dieser Größenordnung sehen, doch bei Bienen erfolge dieser Prozess schleichend und weniger sichtbar. Dabei sei die Biene das drittwichtigste Nutztier. Das Sterben werde immer dramatischer, der Handlungsbedarf größer, aber die Studien der Unternehmen, die Pestizide herstellen, würden die von Pestiziden ausgehende Gefahr, verharmlosen. (zdf, heute.de, 14.08.2012)

Filmtipp: Das Geheimnis des Bienensterbens

Ein Drittel der menschlichen Nahrung hängt heute unmittelbar von der Biene ab, dem wichtigsten Bestäuber von Pflanzen. Doch seit mehreren Jahren sterben weltweit Milliarden von Bienen ohne sichtbaren Grund. Bislang konnte kein Krankheitserreger als Ursache des Massensterbens ausfindig gemacht werden. Wissenschaftler zahlreicher Fachrichtungen suchen nach einer Erklärung. Der Dokumentarfilm fragt nach, was die Forscher in den vergangenen vier Jahren in Erfahrung gebracht haben und ob sie inzwischen Lösungen anbieten können. (ARTE)


Das Geheimnis des Bienensterbens
ARTE, Samstag 1. September 2012 um 15.30 Uhr
Wiederholung am Donnerstag 13. September um 14.55 Uhr
(Frankreich, Kanada, 2010, 89mn)

Wer die Fernsehtermine verpasst, kann sich die Dokumentation auch auf youtube ansehen.

Das Geheimnis des Bienensterbens
Dokumentarfilm
Frankreich/Kanada 2010, ARTE F, Synchronfassung, Erstausstrahlung
Regie: Mark Daniels


Dienstag, 28. August 2012

Prinzessinnengarten - Petition für eine sichere Zukunft



der Prinzessinengarten ist das Vorzeige Urban Farming-Projekt in Deutschland. Aus der ganzen Welt kommen Interessenten, um sich hier zu informieren,
der Prinzessinnengarten leistet unglaublich wertvolle Arbeit, soziale, ökologische, pädagogische, kreative, nachhaltige, künstlerische, und, und, und ...
der Prinzessinnengarten ist ein Ort, der glücklich macht.





Ausgezeichnet wurde dieses Projekt u.a. mit dem Utopia-Award 2010,
2011 und 2012 wurde der Prinzessinnengarten vom Rat für Nachhaltige Entwicklung als WERKSTATT N Projekt ausgezeichnet und ist
2012 für den Freiherr-von-Stein-Preis nominiert.

Das Projekt hat inzwischen mehrere Arbeitsplätze geschaffen und trägt sich selbst.



Um dem Prinzessinnengarten eine tragfähige Zukunft zu sichern, ist ein langfristiger Mietvertrag wichtig. Allerdings zeigen auch Investoren Interesse an dem Grundstück, das vom Liegenschaftsfond verwaltet wird. Es scheinen auch schon Gespräche mit diesen geführt worden sein.
Bis zum Oktober 2013 wurde der Mitvertrag mit dem Prinzessinnengarten verlängert, danach droht das endgültige aus.



Um langfristig die weitere Arbeit des Prinzessinnengartens zu retten, kann man nun eine Online-Petition unterschreiben.

Dienstag, 21. August 2012

Urban Gardening auf dem Hausboot - Neulich auf der Torgau

   Kartoffeln, Sellerie und Birnen auf dem Hausboot?

Klar, Urban Gardening funktioniert auch auf dem Schiff. Eindrucksvoll ist dies in Berlin auf dem 30m langen und 5m breiten Wohnschiff Torgau im Treptower Hafen zu sehen.

Auf dem Schiffsdach eines ehemaligen Bauhüttenschiffes wachsen in einer kunterbunten Mischung verschiedene Minzepflanzen, Tomaten, Paprika, Zucchini, Kartoffeln und jede Menge Kräuter in einer Pflanzengemeinschaft mit Kornblumen und anderen Wald- und Wiesenblumen. Beeren und Obst gedeihen prächtig.
Sogar eine Wiese wurde ausgesät ...                                            ... und auch einen Teich gibt es.

Gepflanzt wird in zusammengezimmerten Holzkisten, Eimern, Töpfen und Wannen und anderen geeigneten Behältnissen. Die Garten- und Küchenabfälle werden kompostiert und der Kompost der alten Erde wieder untergemischt.
Viele Pflanzen säen sich jedes Jahr von neuem aus und wachsen an anderer Stelle weiter, so z.B. die Minzepflanzen, die sich Jahr für Jahr neue Bereiche erobern oder die Tomaten, die sich selber ausgesät haben.
Zurückhaltendes Eingreifen in die Pflanzenwelt einerseits und bewusste Pflanzungen und Gestaltungselemente andererseits haben auf dem Schiffsdach der Torgau einen wunderschönen Garten entstehen lassen.