mein erstes Gemüsebeet von meine-ernte
Freitag, 28. Oktober 2011
Zwischennutzungen Eine Berliner Bilanz - Ein Ausblick für Berlin
Zum Thema Zwischennutzungen fand Mitte Oktober in Berlin eine Podiumsdiskusion unter dem Thema Zwischennutzungen Eine Berliner Bilanz - Ein Ausblick für Berlin statt.
In dieser Podiumsdiskussion sollte zum einen eine Bilanz über die bisherigen Beiträge der Berliner Zwischennutzungen und Pionierleistungen zur Stadtentwicklung gezogen werden. Zum anderen sollte die Frage gestellt werden, ob diese in Zukunft weiterhin eine Bedeutung für die Stadt Berlin haben werden, und wenn ja, wie ihre Weiterentwicklung aussehen könnte. Inwieweit können aktuelle stadtgesellschaftliche Veränderungen durch Zwischennutzungen nachhaltiger gestaltet werden? Inwieweit sollen und können Zwischennutzer bzw. Pioniere gefördert und in die Stadtplanung eingebunden werden?
Mit Ines-Ulrike Rudolph (Pionierprojekte, Tempelhof Projekt GmbH), Stefanie Raab (COOPOLIS - Planungsbüro für kooperative Stadtentwicklung), Robert Shaw (Gründer Prinzesinnengärten), Dr. Dagmar Tille (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Projektleitung IBA Berlin 2020).
Hierzu ein Artikel auf http://disurbanism.wordpress.com
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Urbanes Gärtnern - Gartenprojekte auf dem Tempelhofer Feld, Oktober 2011
Letztes Wochenende meinte das Wetter es gut mit uns und so waren auch die Gärten auf dem Tempelhofer Feld entlang der Oderstr. in Berlin-Neukölln wieder gut besucht. Viele Gärtner genossen entspannt die Herbstsonne, viele interessierte Spaziergänger kamen vorbei, erkundeten die vielen Hochbeete und informierten sich über die Gärten.
In vielen Hochbeeten wachsen noch Salat, Möhren, Kohlrabi, Rote Bete, Grünkohl und auch Rosenkohl, andere Beete bereiten sich auf den Winter vor. Jedes Beet hat seine eigene persönliche Note, was auch den besonderen Reiz ausmacht. Es gibt vieles zu entdecken und auch so manche Anregung.
Hier einige Fotoimpressionen vom letzten Wochenende:
Allmende Kontor, Stadtteilgarten Schillerkiez und Rübezahl e.V. können voraussichtlich für 6 Jahre eine 5000qm große Fläche auf dem Tempelhofer Feld für ihre Gartenprojekte nutzen.
In diesem Frühjahr starteten die Initiativen mit dem Bau der ersten Hochbeete. Diese Idee wurde von Anwohnern und Interessierten so gut aufgenommen, dass die Fläche inzwischen für weitere Hochbeete nicht mehr ausreicht und es eine lange Warteliste gibt. Wie wäre es diesen Wunsch mit einer online-Petition und Unterschriftenliste zu untermauern?
Denn angesichts ausreichend vorhandener freier Flächen sollte der Senat für Stadtentwicklung sich hier kompromissbereit zeigen und den Gartenprojekten zusätzliche Flächen zur Verfügung stellen, so dass sich noch mehr Interessierte an diesen Projekten beteiligen können.
In vielen Hochbeeten wachsen noch Salat, Möhren, Kohlrabi, Rote Bete, Grünkohl und auch Rosenkohl, andere Beete bereiten sich auf den Winter vor. Jedes Beet hat seine eigene persönliche Note, was auch den besonderen Reiz ausmacht. Es gibt vieles zu entdecken und auch so manche Anregung.
Hier einige Fotoimpressionen vom letzten Wochenende:
Allmende Kontor, Stadtteilgarten Schillerkiez und Rübezahl e.V. können voraussichtlich für 6 Jahre eine 5000qm große Fläche auf dem Tempelhofer Feld für ihre Gartenprojekte nutzen.
In diesem Frühjahr starteten die Initiativen mit dem Bau der ersten Hochbeete. Diese Idee wurde von Anwohnern und Interessierten so gut aufgenommen, dass die Fläche inzwischen für weitere Hochbeete nicht mehr ausreicht und es eine lange Warteliste gibt. Wie wäre es diesen Wunsch mit einer online-Petition und Unterschriftenliste zu untermauern?
Denn angesichts ausreichend vorhandener freier Flächen sollte der Senat für Stadtentwicklung sich hier kompromissbereit zeigen und den Gartenprojekten zusätzliche Flächen zur Verfügung stellen, so dass sich noch mehr Interessierte an diesen Projekten beteiligen können.
Montag, 24. Oktober 2011
meine ernte - September 2011, Berlin-Rudow
Im September bin ich leider nicht dazu gekommen, daher heute eine kleine Rückschau auf den letzten Monat in unseren Gemüsebeeten von meine ernte in Berlin-Rudow.
Der Sommer bleibt weiter durchwachsen. Dem Gemüse scheint es zu gefallen und abgesehen vom Mehltau auf den Zucchinis und Kürbissen, gibt es keine weiteren Krankheiten bei unserem Gemüse. Allerdings haben einige Tierchen Geschmack am Gemüse gefunden. Die Rote Bete ist teilweise angeknabbert und in einigen Lauchstangen befinden sich kleine Maden, die sich ihre Bahnen durch die Blätter fressen.
Interesse an unseren Gemüsebeeten haben auch andere Tiere und schenken uns ihre Aufmerksamkeit.
Kein Wunder angesichts der Gemüse-, Kräuter und Blumenvielfalt.
Bohnen und Zuckerschoten können noch immer geerntet werden.
Die Kartoffeln sind nun größtenteils geerntet.
Auf meinem Beet war die Ernte sehr ertragreich. Andere Gärtner berichteten, dass die Ernte nicht ganz so üppig ausgefallen ist.
Der Mangold ist für mich das Überraschungsgemüse auf den Beeten.
Er wächst und gedeiht die ganze Saison, ist frei von Krankheiten oder Schädlingsbefall und lässt sich vielseitig zubereiten.
Der einzige Nachteil ist, dass er sich nicht lange lagern lässt und am Besten noch am Tag der Ernte zubereitet werden sollte.

Möhren gibt es nur wenige, diese aber mit ausdrucksstarken Wachstumsformen.
Weiterhin gibt es Salat, Weißkohl, Lauch, Rote Bete, Zucchini, Hokaido-Kürbisse, Tomaten, Paprika, Chillis und sehr lecker, der Zuckermais.
Tipp:
Das kleine Gartenglück ein Artikel über meine ernte, unsere Beete in Berlin-Rudow und die beiden Gärtnerinnern vom Gemüsebeet "Oase".
Der Sommer bleibt weiter durchwachsen. Dem Gemüse scheint es zu gefallen und abgesehen vom Mehltau auf den Zucchinis und Kürbissen, gibt es keine weiteren Krankheiten bei unserem Gemüse. Allerdings haben einige Tierchen Geschmack am Gemüse gefunden. Die Rote Bete ist teilweise angeknabbert und in einigen Lauchstangen befinden sich kleine Maden, die sich ihre Bahnen durch die Blätter fressen.
Interesse an unseren Gemüsebeeten haben auch andere Tiere und schenken uns ihre Aufmerksamkeit.
Kein Wunder angesichts der Gemüse-, Kräuter und Blumenvielfalt.
Bohnen und Zuckerschoten können noch immer geerntet werden.
Die Kartoffeln sind nun größtenteils geerntet.
Auf meinem Beet war die Ernte sehr ertragreich. Andere Gärtner berichteten, dass die Ernte nicht ganz so üppig ausgefallen ist.
Der Mangold ist für mich das Überraschungsgemüse auf den Beeten.
Er wächst und gedeiht die ganze Saison, ist frei von Krankheiten oder Schädlingsbefall und lässt sich vielseitig zubereiten.
Der einzige Nachteil ist, dass er sich nicht lange lagern lässt und am Besten noch am Tag der Ernte zubereitet werden sollte.
Möhren gibt es nur wenige, diese aber mit ausdrucksstarken Wachstumsformen.
Weiterhin gibt es Salat, Weißkohl, Lauch, Rote Bete, Zucchini, Hokaido-Kürbisse, Tomaten, Paprika, Chillis und sehr lecker, der Zuckermais.
Tipp:
Das kleine Gartenglück ein Artikel über meine ernte, unsere Beete in Berlin-Rudow und die beiden Gärtnerinnern vom Gemüsebeet "Oase".
Montag, 19. September 2011
Freitag, 16. September 2011
Urban Farming - Growtainer und Earthbox für Balkon, Hof und Brachflächen
Die Sonne scheint. Man hat ein wundervolles Wochenende an der Ostsee verbracht. Wieder zu Hause stellt man jedoch mit Schrecken fest, dass die Tomaten auf dem Balkon welk und zusammengefallen in ihren Töpfen vertrocknen wollen.
Das Prinzip ist einfach: Aus einem Wasserreservoir nimmt die Pflanze mittels Kapilareffekt, je nach Bedarf, Wasser auf. Ein Substratrost verhindert Staunässe und sorgt für die Belüftung der Wurzeln. Die Abdeckung der Oberfläche mit einer Folie ermöglicht selbstdosierende Vorratsdüngung und spart Wasser.
Diy Growtainer
Growtainer
Eine tolle Lösung für dieses Problem bietet der Growtainer.
Mit einfachen Mitteln und nur für ein paar Euro kann ein Eimer oder jedes andere Gefäß, hier sollte man darauf achten dass die Behälter lebensmittelecht sind, so modifiziert werden, dass man nur selten gießen muss.
Das Prinzip ist einfach: Aus einem Wasserreservoir nimmt die Pflanze mittels Kapilareffekt, je nach Bedarf, Wasser auf. Ein Substratrost verhindert Staunässe und sorgt für die Belüftung der Wurzeln. Die Abdeckung der Oberfläche mit einer Folie ermöglicht selbstdosierende Vorratsdüngung und spart Wasser.
Diy Growtainer
Das System eignet sich gut für Balkon, den Hinterhof, für Brachflächen .... und auch Guerilla Gärtner dürften sich darüber freuen, dass die einmal ausgesetzten Pflanzen nicht sofort wieder vertrocknen.
Weitere Infos und eine ausführliche Bauanleitung für den Growtainer findet man hier:
http://www.growtainer.de/
Earthbox
Die Earthbox ist ein kommerzielles Produkt mit dem gleichen Prinzip wie der Growtainer. Im Rahmen kleinerer UN-Hilfsprojekte wurde sie bereits in Afrika und Lateinamerika eingesetzt, um Menschen die eigene Nahrungsversorgung zu ermöglichen.
In Tobago setzt das Department of Agriculture die Earthbox ein, um die Qualität der angebauten Nutzpflanzen zu sichern.
Der Nachbau der Earthbox ist sehr einfach und preiswert durchzuführen.
Eine sehr ausführliche Anleitung, allerdings in Englisch, findet man hier:
http://www.seattleoil.com/Flyers/Earthbox.pdf
Für weitere Infos googlen, es gibt unzählige Seiten zum Thema Earthbox .
Weitere Infos und eine ausführliche Bauanleitung für den Growtainer findet man hier:
http://www.growtainer.de/
Earthbox
Die Earthbox ist ein kommerzielles Produkt mit dem gleichen Prinzip wie der Growtainer. Im Rahmen kleinerer UN-Hilfsprojekte wurde sie bereits in Afrika und Lateinamerika eingesetzt, um Menschen die eigene Nahrungsversorgung zu ermöglichen.
In Tobago setzt das Department of Agriculture die Earthbox ein, um die Qualität der angebauten Nutzpflanzen zu sichern.
Der Nachbau der Earthbox ist sehr einfach und preiswert durchzuführen.
Eine sehr ausführliche Anleitung, allerdings in Englisch, findet man hier:
http://www.seattleoil.com/Flyers/Earthbox.pdf
Für weitere Infos googlen, es gibt unzählige Seiten zum Thema Earthbox .
Donnerstag, 15. September 2011
Ausstellung im Architekturmuseum Berlin - 30.9.-30.10.11, Designing for Urban Agriculture
Die Produktive Stadt / Carrot City - Designing for Urban Agriculture
30.9.-30.10.2011 TU Berlin, Architekturmuseum
Das übergeordnete Thema der ausgestellten Panels und Objekte ist das Design von Landwirtschaft in der Stadt: In jedem Ausstellungsort werden verschiedene lokale Initiativen zur urbanen Landwirtschaft dokumentiert und in Bezug zu Projekten aus den vorherigen Ausstellungsorten gestellt. Dadurch ergibt sich ein internationaler Vergleich ortsbezogener und stadträumlicher Lösungen. Unter dem Titel „Die Produktive Stadt” werden in Berlin und München vielfältige Interventionen gezeigt, die im Zusammenhang mit urbaner Landwirtschaft stehen.
Ein öffentliches Programm mit Diskussionsrunden zur Stadtentwicklung und Filmen begleitet die Ausstellung.
Ziel ist es u.a., zu verdeutlichen, wie die Gestaltung von Gebäuden und Städten urbane Nahrungsmittelproduktion ermöglichen kann. Untersucht wird dabei das Verhältnis zwischen Design und urbanen Nahrungsmittelsystemen sowie der Einfluss, den die landwirtschaftliche Thematik auf die Entwicklung urbaner Räume und Gebäude hat.
Das Themenfeld urbane Landwirtschaft wird in der Ausstellung im städtischen Raum, in der Gemeinschaft, am Gebäude, auf dem Dach sowie bei Produkten analysiert.
Das Themenfeld urbane Landwirtschaft wird in der Ausstellung im städtischen Raum, in der Gemeinschaft, am Gebäude, auf dem Dach sowie bei Produkten analysiert.
Weitere Informationen unter: www.carrotcity.org
Hauptkuratoren:
Mark Gorgolewski, June Komisar, Joe Nasr, Ryerson University, Toronto
Kuratoren:
Carolin Mees, Christa Müller, Katrin Bohn, Stefanie Hennecke
Ausstellungseröffnung + Symposium
30. September 2011, 18.30 Uhr - 21.30 Uhr
Architekturmuseum, TU Berlin, Str. des 17. Juni 150, UG
18.30 Uhr - 19.00 Uhr
Einführung
Carolin Mees, Kuratorin „Die Produktive Stadt“, Architektin und Journalistin, New York
Katrin Bohn, Kuratorin „Die Produktive Stadt“, Gastprofessorin, TU Berlin, ILAUP FG Stadt & Ernährung
19.00 Uhr - 19.30 Uhr
Dr. Joe Nasr, Kurator „Carrot City “,
19.30 Uhr - 20.30 Uhr
Urbane Landwirtschaft / Urban Gardening und Die Produktive Stadt
Offene Diskussionsrunde mit Katrin Bohn und Joe Nasr
Moderation: Carolin Mees
20.30 Uhr - 21.30 Uhr
Buchsignierung „Carrot City : Creating Places for Urban Agriculture”,
Kurzfilme über urbanes Gärtnern
Workshop „Die Produktive Stadt : Planen für Urbane Landwirtschaft in Berlin, Casablanca und London”
(Ort und Zeitpunkt werden noch mitgeteilt)
Prof. Undine Giseke, TU Berlin, FG Landschaftsarchitekur.Freiraumplanung und
Prof. Katrin Bohn, TU Berlin, ILAUP FG Stadt & Ernährung
Mittwoch, 14. September 2011
Urban Farming - Video zu Gartenprojekt auf dem Tempelhofer Feld
Das Video zeigt die Gartenprojekte auf dem Tempelhofer Feld in Berlin-Neukölln entlang der Oderstr..
Wer in der Nähe ist, sollte unbedingt einen Abstecher zum ehemaligen Flughafen machen und sich anschauen, wie hier urbanes Gärtnern ideen- und fantasiereich umgesetzt wird.
Eineinhalb Jahre nach der Schließung des Flughafens Tempelhof wurde im Mai 2010 ein Großteil des Geländes als öffentlicher Park freigegeben. Drei Pionierflächen können von verschiedenen Projekten zwischengenutzt werden. Entlang der Oderstr. sind seit Mai 2011 u.a. Allmende-Kontor, Social Seeds, Stadtteilgarten Schillerkiez und Rübezahl Gemeinschaftgarten vertreten.
Wer in der Nähe ist, sollte unbedingt einen Abstecher zum ehemaligen Flughafen machen und sich anschauen, wie hier urbanes Gärtnern ideen- und fantasiereich umgesetzt wird.
Eineinhalb Jahre nach der Schließung des Flughafens Tempelhof wurde im Mai 2010 ein Großteil des Geländes als öffentlicher Park freigegeben. Drei Pionierflächen können von verschiedenen Projekten zwischengenutzt werden. Entlang der Oderstr. sind seit Mai 2011 u.a. Allmende-Kontor, Social Seeds, Stadtteilgarten Schillerkiez und Rübezahl Gemeinschaftgarten vertreten.
Sonntag, 11. September 2011
Urban Farming - ein Beispiel aus Oakland, USA
Muss man obsessiv sein, um in dem, was man tut, wirklich gut zu sein?
Novella Carpenter fing klein an mit ein paar Pflanzen auf einem leeren Grundstück in der Nähe ihres Hauses in Oakland.
Inzwischen, ein paar Jahre später, hat sich dieses Grundstück zu einer Stadtfarm mit Ziegen, Truthähnen, Enten, Schweinen und einem Nutzgarten entwickelt. Auch Bienen haben hier einen Stock.Dieses Video behandelt Fragen der Nachbarschaft (was ist schlimmer: krähende Polizeisirenen oder Hähne?), Umweltgifte und auch das streitbare Thema Schlachten wird angesprochen.
Passend dazu ein folgender Artikel: http://www.freitag.de/kultur/1131-mach-doch-einfach-mach-doch-einfach
und in Novella Carpenters Blog: http://ghosttownfarm.wordpress.com/
Donnerstag, 1. September 2011
.........................DOKU - Die kleine Welt im Apfelbaum.....................
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aboutpixel.de / Obstgarten © Bernd Boscolo |
Ein Jahr lang hat ein Kamerateam um Filmemacher Thomas Willke das Leben der großen und kleinen Tiere in einem Apfelhain verfolgt. Das Team ist in die Bäume geklettert, hat sie mit einem Miniaturhelikopter über- und durchflogen und das für das bloße Auge unsichtbare Leben unter dem Stereomikroskop verfolgt.
ARTE, 02.09.2011 um 19.30 Uhr
ARTE, 09.09.2011 um 14:00 Uhr
Die kleine Welt im Apfelbaum
(Deutschland, 2010, 43min)
SWR
Aktuelle Sendetermine:
BR, Samstag, 01.09.2012 um 19:00 Uhr
Mittwoch, 31. August 2011
meine ernte - August 2011, Berlin-Rudow
Das wechselhafte Wetter setzte sich im August fort.
Vielleicht ist dies die Ursache für den Befall der Zucchini- und Kürbispflanzen mit echtem Mehltau. Nach dem Absammeln der befallenen Pflanzenteile und der anschließenden Behandlung mit einer Milch/Wasserlösung und einem Rapsöl-, Backpulver-, Wassergemisch sehen die Pflanzen momentan zwar etwas abgerupft aus, treiben aber schon wieder neu aus.
Prophylaktisch spritze ich nun weiterhin einmal die Woche die Milch/Wasserlösung auf die betroffenen Pflanzen, um einen erneuten Befall der Pflanzen mit dem echten Mehltau zu vermeiden.
Das Wetter ersparte uns das Gießen unserer Gemüsebeete, so beschränkte sich die Arbeit darauf, die Erde rund um die Pflanzen zu locker und hier und da etwas Unkraut zu beseitigen.
Meine nachgepflanzten Kohlrabi sind seltsam mutiert.
Die Kartoffeln tragen an den oberirdischen Pflanzenteilen tomatenähnliche Früchte.
Die Ernte auf den Gemüsebeeten ist nach wie vor unglaublich ergiebig. In einer kleinen Parzelle, für 1-2 Personen, erntet man so viel, dass auch eine 4-köpfige Familie satt werden würde.
Auf einigen Beeten wurde daher das Gemüse teilweise nicht geerntet. Eine Gärtnerin hatte die gute Idee vor unserem Gartenschuppen eine Kiste aufzustellen, in die man Gemüse legen kann, welches zu viel ist oder welches man nicht so mag. Herr Gericke, unser Landwirt, stellte freundlicherweise eine zur Verfügung. Mal sehen, wie die Gemüsekiste angenommen wird.
Das meine ernte-Team versorgt uns weiterhin im wöchentlichen Newsletter mit guten Tipps, z.B. wie das Gemüse eingelagert oder verarbeitet werden kann, so dass wir auch noch im Winter unser Gemüse genießen können.
Die am Boden liegenden welken Kartoffeln zeigen an, dass die Gartensaison dem Ende zugeht. Ursprünglich sollte Anfang Oktober, also schon in einem Monat, alles vorbei sein. Nun wurde bei uns in Berlin-Rudow die Gartensaison bis Anfang November verlängert.
So bleibt uns noch ein bisschen Zeit mit unserem ans Herz gewachsenen Gemüsegarten.
Dienstag, 30. August 2011
Urbanes Gärtnern - keine neuen Hochbeete auf dem Tempelhofer Feld?
Schluss mit der Tempelhofer Freiheit?
Die Akzeptanz der Gartenprojekte auf dem Tempelhofer Feld entlang der Oderstr. und die große Beteiligung sprengt die dem Projekt zugewiesene Fläche.
Ca. 400 mobile Hochbeete stehen hier inzwischen und wurden mit Blumen, Gemüse und Kräutern bepflanzt. Allmende-Kontor und Rübezahl Gemeinschaftsgarten machen nun darauf aufmerksam, dass keine Fläche für neue Gärtner zur Verfügung stehe.
Sehr schade, denn die ungebrochene Nachfrage bei Jung und Alt querbeet durch kulturelle und soziale Hintergründe zeigt zum einen das große Interesse an dieser Form des urban Farming und zum anderen auch, dass dies bisher bei der Stadtplanung in Berlin nicht berücksichtigt wurde.
Andere Städte machen es vor, weisen zur Verfügung stehende Flächen aus und überlassen sie den urbanen Gärtnern zur Zwischennutzung bzw. ständigen Nutzung.
Für die Gartenprojekte auf dem Pionierfeld 2 bleibt weiteren Interessenten nur die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste einzutragen und, naja, wahrscheinlich sehr, sehr lange zu warten.
Zwar gibt es im oberen Randbereich des Pionierfeldes noch Platz. Hier sollen aber Gemeinschaftsprojekte wie Kompostanlage, Bauwagen aufstellen, Tische, Sitzplätze, etc. verwirklicht werden.
Auch die ausländische Presse ist auf die Tempelhofer Feld Gärtner aufmerksam geworden. So erschien unlängst in der kanadischen The Vancouver Sun und in der Daily Nation aus Kenya ein Artikel über die "ungewöhnlichen" Gartenaktivitäten auf dem Tempelhofer Feld.
Schön, wenn das Pionierfeld entlang der Oderstr. erweitert werden könnte, damit die Tempelhofer Freiheit auch für weitere urbane Gärtner kein Fremdwort bleibt.
zum Vergrößern anklicken |
![]() |
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Ca. 400 mobile Hochbeete stehen hier inzwischen und wurden mit Blumen, Gemüse und Kräutern bepflanzt. Allmende-Kontor und Rübezahl Gemeinschaftsgarten machen nun darauf aufmerksam, dass keine Fläche für neue Gärtner zur Verfügung stehe.
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Sehr schade, denn die ungebrochene Nachfrage bei Jung und Alt querbeet durch kulturelle und soziale Hintergründe zeigt zum einen das große Interesse an dieser Form des urban Farming und zum anderen auch, dass dies bisher bei der Stadtplanung in Berlin nicht berücksichtigt wurde.
Andere Städte machen es vor, weisen zur Verfügung stehende Flächen aus und überlassen sie den urbanen Gärtnern zur Zwischennutzung bzw. ständigen Nutzung.
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Für die Gartenprojekte auf dem Pionierfeld 2 bleibt weiteren Interessenten nur die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste einzutragen und, naja, wahrscheinlich sehr, sehr lange zu warten.
Zwar gibt es im oberen Randbereich des Pionierfeldes noch Platz. Hier sollen aber Gemeinschaftsprojekte wie Kompostanlage, Bauwagen aufstellen, Tische, Sitzplätze, etc. verwirklicht werden.
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Auch die ausländische Presse ist auf die Tempelhofer Feld Gärtner aufmerksam geworden. So erschien unlängst in der kanadischen The Vancouver Sun und in der Daily Nation aus Kenya ein Artikel über die "ungewöhnlichen" Gartenaktivitäten auf dem Tempelhofer Feld.
Schön, wenn das Pionierfeld entlang der Oderstr. erweitert werden könnte, damit die Tempelhofer Freiheit auch für weitere urbane Gärtner kein Fremdwort bleibt.
Montag, 29. August 2011
Natural Border - Berlin, Hasenheide
Freiheit kann Angst auslösen, sagt Søren Kierkegaard. Die ultimative Lösung bietet ein Stück Kunstrasen. Schnell und unkompliziert ist eine Grenze geschaffen.
Gesehen in der Berliner Hasenheide.
Natural border – natürliche Grenze, z.Bsp. Flüsse, Gebirgszüge, Wüste
Labels:
Berlin,
Berlin-Neukölln,
Hasenheide,
Streetart
Mittwoch, 17. August 2011
"Urban Gardeners" erobern die Städte - Interview mit Christa Müller
Die Autorin des Buches "Urban Gardening", Christa Müller, berichtete heute in einem Radiobeitrag von DRadio Wissen über die Rückkehr der Gärten in die Stadt.
Freitag, 12. August 2011
IM GARTEN Lebensräume zwischen Sehnsucht und Experiment
Wer gerade in Östereich Urlaub macht, könnte einen der verregneten Tage im NORDICO Stadtmuseum in Linz verbringen. Dort findet noch bis zum 16. Oktober 2011 die Aussstellung "IM GARTEN Lebensräume zwischen Sehnsucht und Experiment" statt.
Vorgarten, Dachgarten, Park, Verkehrsinsel oder Balkon - was alles ist ein Garten? Die Ausstellung zeigt die Vielfalt des Gartens, vom konzentrierten Blick auf urbane Gartenlandschaften von Linz über die zeitgenössische internationale Gartenarchitektur bis hin zum Community Garden und Guerilla Gardening. IM GARTEN erzählt vom Paradiesgarten, in dem sich Sehnsucht und Natur eint, und auch von Experimenten in Lebensräumen.
Gärten sind Kulturphänomene, sozial- und kulturhistorisch aufgeladene Räume. Sie sind Natur wie Kultur, sie können Landschafts- oder Nutzfläche sein, repräsentative Räume, ökologische Nischen oder persönliche Enklaven. Gärten sind Orte der Kindheit und stumme Biografen voller Geschichten, Orte des Privaten und Gelassenen inmitten einer geschäftigen Stadt. Gartenkultur endet nicht am Gartenzaun, sie findet auch im öffentlichen Raum statt.
IM GARTEN zeigt Abbildungen und Interpretationen von Gärten aus der Sammlung des Stadtmuseums, nimmt gärtnerische Tendenzen und Ausprägungen von urbanen Räumen auf: ob gelebte urban-agrarische Nutzung, florales Kleinod oder ökologische Dachbegrünung - die Ausstellung dokumentiert diese und regt neue Naturerfahrungen an.
NORDICO - Stadtmuseum Linz, Dametzstraße 23, 4020 Linz
Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 10 - 18 Uhr
Donnerstag: 10 - 21 Uhr
Montag geschlossen
Mittwoch, 10. August 2011
meine ernte - Mehltaualarm in Berlin - Rudow
Seit zwei, drei Wochen sind auf der Blattoberseite einiger Zucchinipflanzen und Kürbisse auf unserem Acker in Berlin-Rudow weiße mehlige Flächen. Zunächst nur kleinere Flecken, inzwischen bei vielen Blättern aber schon vollflächig. Bisher habe ich dieses nicht so ernst genommen, da alles wunderbar weiterwächst.
Heute wurden wir allerdings im wöchentlichen Newsletter von meine ernte darauf aufmerksam gemacht, dass es durchaus sinnvoll ist, möchten wir noch länger Freude an unseren Pflanzen haben, etwas gegen den Mehltau zu unternehmen.
Wie unterscheidet sich echter von falschem Mehltau?
echter Mehltau - Auf den Blättern, Früchten, Knospen und Stängeln bilden sich aus kleinen Punkten auf der Oberseite, oft auch beidseitig, weißgraue Beläge. Befallenes wird braun, trocknet ein und stirbt ab, Blätter rollen sich ein.
falscher Mehltau - Auf der Blattunterseite entsteht ein weißer bis dunkelgrauer Belag, auf der Oberseite bilden sich weiße, gelbliche, braune oder rötliche Flecken, von den Blattadern begrenzt. Dann sterben die Blattspitzen ab.
Was sind die Folgen?
Nach dem Befall wird die Pflanze langsam absterben. Solange es Früchte gibt, können diese unbedenklich weiterhin geerntet und genossen werden.
Welche umweltschonenden Mittel gibt es?
Milch
Australische Forscher haben in der Milch ein umweltschonendes Mittel gegen den Echten Mehltau entdeckt.
Warum wirkt Milch gegen den echten Mehltau?
In der Milch enthaltene Mikroorganismen bekämpfen den gefürchteten Mehltau-Pilz. Das enthaltene Natriumphosphat stärkt zudem die Abwehrkräfte der Pflanze und beugt somit einer erneuten Erkrankung durch den echten Mehltau vor.
Wie sollte das Mischverhältnis sein?
Zweimal wöchentlich ein Gemisch von Milch und Wasser im Verhältnis 1:9 herstellen, bei einem Liter wären dies dann 100 ml Milch auf 900 ml Wasser, und das Ganze auf die befallende Pflanze und deren Blätter sprühen.
Backpulver und Rapsöl
Ein altes Hausmittel, unbedenklich und daher auch für den Biolandbau geeignet ist.
Wie sollte das Mischverhältnis sein?
Für eine 5 Liter Spritzbrühe benötigt man 3 Päckchen Backpulver, 3 Esslöffel bzw. 50 Milliliter Rapsöl und einen Emulgator, z.B. einen Spritzer Spülmittel. Er verhindert, dass sich die Brühe nach dem Anmischen wieder trennt. Diese Brühe sprüht man alle 10 bis 14 Tage auf gefährdete Pflanzen. Man sprüht abends. Der mehlige Belag soll ziemlich rasch verschwinden.
Natron
Natron ist das "Wundermittel", das wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften und zur Neutralisierung von Säuren und Basen verwendet wird. Im Handel wird Natron auch unter Bezeichnungen wie „Speisesoda“, „Backsoda“ und "Speisenatron" gehandelt.
Wie sollte das Mischverhältnis sein?
4 l Wasser, 10 g Natron und 40gr Seife oder Pflanzenöl (Rapsöl) mischen
oder:
1 l Wasser, 1 Teelöffel Natron, 1 Teelöffel Schmierseife mischen
Einmal wöchentlich die befallenen Pflanzen mit dieser Mischung besprühen.
Wenn nichts mehr hilft?
Dann sollten wir uns damit trösten, dass der Mehltau zwar für Pflanzen schädlich ist, aber ein intaktes Ökosystem den Mehltau beispielsweise für einige Marienkäferarten benötigt. Der Sechzehnfleckige-, der Zweiundzwanzigpunkt- und der Sechzehnpunkt-Marienkäfer ernährt sich ausschließlich von Mehltau, sodass diese Pflanzenkrankheit für diese Arten lebensnotwendig ist.
Es gibt also bei allem Verdruss, doch noch einen positiven Aspekt.
Heute wurden wir allerdings im wöchentlichen Newsletter von meine ernte darauf aufmerksam gemacht, dass es durchaus sinnvoll ist, möchten wir noch länger Freude an unseren Pflanzen haben, etwas gegen den Mehltau zu unternehmen.
Wie unterscheidet sich echter von falschem Mehltau?
echter Mehltau - Auf den Blättern, Früchten, Knospen und Stängeln bilden sich aus kleinen Punkten auf der Oberseite, oft auch beidseitig, weißgraue Beläge. Befallenes wird braun, trocknet ein und stirbt ab, Blätter rollen sich ein.
falscher Mehltau - Auf der Blattunterseite entsteht ein weißer bis dunkelgrauer Belag, auf der Oberseite bilden sich weiße, gelbliche, braune oder rötliche Flecken, von den Blattadern begrenzt. Dann sterben die Blattspitzen ab.
Was sind die Folgen?
Nach dem Befall wird die Pflanze langsam absterben. Solange es Früchte gibt, können diese unbedenklich weiterhin geerntet und genossen werden.
Welche umweltschonenden Mittel gibt es?
Milch
Australische Forscher haben in der Milch ein umweltschonendes Mittel gegen den Echten Mehltau entdeckt.
Warum wirkt Milch gegen den echten Mehltau?
In der Milch enthaltene Mikroorganismen bekämpfen den gefürchteten Mehltau-Pilz. Das enthaltene Natriumphosphat stärkt zudem die Abwehrkräfte der Pflanze und beugt somit einer erneuten Erkrankung durch den echten Mehltau vor.
Wie sollte das Mischverhältnis sein?
Zweimal wöchentlich ein Gemisch von Milch und Wasser im Verhältnis 1:9 herstellen, bei einem Liter wären dies dann 100 ml Milch auf 900 ml Wasser, und das Ganze auf die befallende Pflanze und deren Blätter sprühen.
Backpulver und Rapsöl
Ein altes Hausmittel, unbedenklich und daher auch für den Biolandbau geeignet ist.
Wie sollte das Mischverhältnis sein?
Für eine 5 Liter Spritzbrühe benötigt man 3 Päckchen Backpulver, 3 Esslöffel bzw. 50 Milliliter Rapsöl und einen Emulgator, z.B. einen Spritzer Spülmittel. Er verhindert, dass sich die Brühe nach dem Anmischen wieder trennt. Diese Brühe sprüht man alle 10 bis 14 Tage auf gefährdete Pflanzen. Man sprüht abends. Der mehlige Belag soll ziemlich rasch verschwinden.
Natron
Natron ist das "Wundermittel", das wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften und zur Neutralisierung von Säuren und Basen verwendet wird. Im Handel wird Natron auch unter Bezeichnungen wie „Speisesoda“, „Backsoda“ und "Speisenatron" gehandelt.
Wie sollte das Mischverhältnis sein?
4 l Wasser, 10 g Natron und 40gr Seife oder Pflanzenöl (Rapsöl) mischen
oder:
1 l Wasser, 1 Teelöffel Natron, 1 Teelöffel Schmierseife mischen
Einmal wöchentlich die befallenen Pflanzen mit dieser Mischung besprühen.
Wenn nichts mehr hilft?
Dann sollten wir uns damit trösten, dass der Mehltau zwar für Pflanzen schädlich ist, aber ein intaktes Ökosystem den Mehltau beispielsweise für einige Marienkäferarten benötigt. Der Sechzehnfleckige-, der Zweiundzwanzigpunkt- und der Sechzehnpunkt-Marienkäfer ernährt sich ausschließlich von Mehltau, sodass diese Pflanzenkrankheit für diese Arten lebensnotwendig ist.
Es gibt also bei allem Verdruss, doch noch einen positiven Aspekt.
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